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Für Kenner und Genießer

Grüße vom Bodensee

Hopfen

Die Kletterpflanze aus der Familie der Hanfgewächse ist sensibel und bedarf liebevoller Pflege und Aufzucht. Ausschließlich die unbefruchteten weiblichen Blütenstände eignen sich für das Bierbrauen. Als natürliches Konservierungsmittel wirken die im Hopfen enthaltenen Bitterstoffe. Die ätherischen Öle des Hopfens geben dem Bier sein Aromaprofil. Dieses ist sehr variabel. Je nachdem, wo der Hopfen angebaut wird und welchen Gegebenheiten der Hopfen unterliegt, entsteht ein spezifischer Charakter. Bis es allerdings zum Brauen kommt, wird die anspruchsvolle Pflanze mit sehr viel geduldiger Handarbeit aufgezogen. Mit jedem Sonnenstrahl, mit jedem Regenschauer und mit jedem bedachtem sowie von Sorgfalt geprägtem Handgriff reift so die Seele des Bieres heran.

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Hopfen und Malz, Gott erhalt's

Geschichte

Am 23. April 1516 - vor über 500 Jahren - wurde der Grundstein des heutigen Reinheitsgebots gelegt und die Erfolgsgeschichte des deutschen Bieres fand ihren Beginn. Durch eine verbindliche Anweisung, die an jenem Tage von den bayerischen Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X. veröffentlicht wurde, war ab diesem Zeitpunkt vorgeschrieben, wie das Bier im Sommer und Winter auf dem Land ausgeschenkt und gebraut werden soll. Dies sollte die Bürger vor gesundheitsschädlichen, zur Konservierung beigemengten Substituten schützen, die damals oft anstatt des anspruchsvollen Hopfens vergoren wurden. Durch Lieferengpässe, Teuerungen und Missernten stand der empfindliche Hopfen oftmals nicht ausreichend zur Verfügung. Auch Roggen, Dinkel und Hafer wurden daher zur Bierherstellung verwendet. Um dieser „Verunreinigung des Bieres“ Einhalt zu gebieten, wurde das deutsche Reinheitsgebot erlassen, das bis zum heutigen Tage akribisch eingehalten wird. 

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Hopfengut N°20

Die Geschwister Charlotte Müller und Lukas Locher übernahmen 2015 den Betrieb und gaben ihm den Namen „Hopfengut No20“, was nicht die einzige Attraktion im Zuge des Genererationenwechsels bleiben sollte. Denn zusammen mit dem Brauer und Chef der Traditionsbrauerei Krone in Tettnang, Fritz Tauscher, haben die beiden Geschwister zudem eine kleine Brauwerkstatt gegründet, um mit dem eigenen Hopfen ganz besondere Biere zu brauen, wie dem „Sud eins“, „Heiße Ernte No 3“ oder „Black Ale“. Neben dem Hopfenanbau betreibt das Hopfengut No20 ein Hopfenmuseum, in dem die Geschichte des Tettnanger Hopfens dargestellt wird, man jedoch auch allerhand über die Eigenschaften und Eigenarten der Hopfenpflanzen erfährt. Nach einem Besuch im Museum bietet sich die Einkehr in der zugehörigen Gaststätte an, in der man in wohliger Atmosphäre die selbstgebrauten Bierkreationen verköstigen und zu regionalen Speisen genießen kann. 

In eleganten Flaschen abgefüllt, ist das vom Hopfengut No20 gebraute Bier schon speziell. Doch vor allem sind der Malzkörper des Bieres sowie die Hopfennoten stets perfekt aufeinander abgestimmt und hochfein im Geschmack. Der Sud - für den ausschließlich Doldenhopfen verwendet wird – hat ausreichend Zeit zu reifen, um einen ausgewogenen Charakter zu bilden, was sich auch in der gut eingebundenen Perlung zeigt. Ein Resultat aus Fachwissen, dem engen Bezug zu den Rohstoffen und innovativer Braukunst…und in jedem Falle auch Begeisterung, Neugierde und Leidenschaft.

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